Fertigungsautomatisierung 1 | 15

Sicherheitskonzept für BASF SE

Mitarbeiter rundum schützen

Das größte zusammenhängende Chemieareal Europas rund um die Uhr mit Ersatzteilen zu versorgen, ist eine logistische Meisterleistung. Diese stemmt das Lager- und Verteilzentrum der BASF SE in Frankenthal. Ob winzige Schrauben und Dichtungen oder komplexe Anlagenkomponenten – bei Bedarf erhalten die Produktionsbetriebe im nahe gelegenen Werk in Ludwigshafen die gewünschten Teile innerhalb von zwei Stunden.

Quick-Guard spart Zeit und Kosten

Die Forderung nach hoher Verfügbarkeit setzt einen reibungslosen Ablauf voraus. Um die Mitarbeiter zu schützen und Unfälle zu vermeiden, setzt die BASF auf ein umfassendes Sicherheitskonzept von ABB. Eine zentrale Komponente: die Einhausung der sechs Förderanlagen auf dem Lagergelände mit dem ABB-Schutzzaunsystem Quick-Guard – individuell ausgelegt auf die Anforderungen der BASF. Das patentierte Schraubverriegelungssystem spart Zeit und Kosten: Vormontierte Beschläge machen gesonderte Bohrungen in die Profile überflüssig, sodass sich das Zaunsystem ohne großen Aufwand errichten und flexibel an veränderte Anforderungen anpassen lässt. Zudem hält Quick-Guard höchsten Belastungen stand: Die Punktschweißgitter und Polycarbonatplatten bleiben auch bei Kollisionen fest im Aluminiumprofil.

Wirkungsvolle Zugangskontrolle

Drei Sicherheitscontroller Pluto B46 v2 steuern alle Sicherheitsfunktionen der Förderanlagen. Die Zugänge zur Aufgabe- und Abnahmestation sowie zur Kommissionierzone der Anlagen überwachen die ABB-Sicherheitslichtgitter Focus II. Sie stellen optischen Personenschutz mit einer Reichweite von bis zu 40 m sicher und erfüllen die international geltenden Anforderungen für berührungslos wirkende Typ-4-Schutzeinrichtungen gemäß der Norm EN 61496-1. Montiert sind die Lichtgitter in den robusten Montagesäulen Bjorn. Sie schützen vor Kollisionen mit Gabel- und Kommissionierstaplern, was Materialschäden sowie kostspielige Anlagenstillstände verhindert.

Nach erfolgter sicherheitstechnischer Bewertung wurde gemeinsam mit der Fachstelle Fördertechnik der BASF SE ein Sicherheitskonzept erarbeitet und umgesetzt. Dadurch wird an den Hubtischen die Gefahr von schweren Quetsch- und Scherverletzungen verhindert. „Die Zusammenarbeit der Fachstelle Fördertechnik mit ABB ergab zusammen mit dem innovativen Produktportfolio ein schlüssiges Gesamtkonzept“, sagt Ralf Poh, First Line Manager im BASF Lager- und Verteilzentrum in Frankenthal.

Lager- und Verteilzentrum Frankenthal

Seit 2005 versorgt das Lager- und Verteilzentrum in Frankenthal die 160 Produktionsbetriebe am BASF-Standort Ludwigshafen mit Ersatzteilen. Täglich werden in der Qualitätssicherung rund 550 Positionen vereinnahmt und geprüft. In dem 17.000 m 2 großen Logistikzentrum arbeiten knapp 110 Beschäftigte. Zum Betrieb gehören sechs Förderanlagen sowie 30 Kommissionier- und Gabelstapler.