Fertigungsautomatisierung 1 | 17

Kraftpakete unter Kontrolle

Brecheranlagen mit PSTX-Softstartern

Wo Felsbrocken zu Schotter zerkleinert werden, dürfen Brecheranlagen keine Schwäche zeigen. Die bmk Steinbruchbetriebe in Öhringen-Unterohrn setzen daher zur Überwachung und zum Schutz ihrer Motoren auf die ABB-Softstarter der aktuellen PSTX-Baureihe.

Mit ohrenbetäubendem Lärm krachen mächtige Gesteinsbrocken auf stählerne Schlagwalzen. Die Vorbrechanlage im Steinbruch Öhringen-Unterohrn bei Heilbronn zermalmt die Felstrümmer aus Muschelkalk, der hier abgebaut wird, auf förderbandtaugliche Größe. Herzstück der Anlage ist ein 350 kW starker Motor. Mit 800 U/min treibt er den Brecher an, täglich bis zu 9 h lang. „Unsere Antriebstechnik muss einiges aushalten können“, sagt Markus Hofmann, Leiter Betriebselektrik bei den bmk Steinbruchbetrieben, zu denen das Werk Unterohrn gehört. Aus diesem Grund setzt das Unternehmen seit Februar 2016 auf die robusten ABB-Softstarter der aktuellen PSTX-Baureihe. Sie bewahren alle Motoren im Steinbruch vor Überlastung und sind selbst gegen äußere Einflüsse geschützt.

Wartungskosten und Energie gespart

Doch das sind nur zwei von vielen Vorteilen, von denen das Unternehmen profitiert, das Steine, Schotter, Splitte, Sande sowie Gesteinsmehle für den Garten-, Landschafts- und Straßenbau produziert. „Mit den Softstartern von ABB arbeiten unsere Anlagen zuverlässiger und deutlich energieeffizienter“, betont Markus Hofmann. Das zahlt sich vor allem beim Vorbrecher aus, der größten Anlage im Steinbruch: Seit der Inbetriebnahme der Softstarter läuft er vollkommen störungsfrei. Blockaden, die früher regelmäßig zu einem Materialüberlauf führten, gehören der Vergangenheit an. Zudem spart das Unternehmen messbar Energie ein.

Damit haben die bmk Steinbruchbetriebe alle Ziele erreicht, die mit der Einführung der ABB-Softstarter verbunden waren. Als 2015 die Modernisierung der 30 Jahre alten elektrischen Anlagen anstand, lag der Fokus auf einem energieeffizienteren und zuverlässigeren Betrieb. Die Verantwortlichen suchten nach Lösungen für ihr Projekt und wurden bei ABB fündig. „Die PSTX-Softstarter passten exakt zu unseren Anforderungen und boten alle gewünschten Features bereits im Standard“, berichtet Markus Hofmann. Insgesamt installierte das Unternehmen fünf ABB-Softstarter für den Antrieb des Vorbrechers und für nachgelagerte Anlagen wie Absaugvorrichtungen, Siebe oder Transportbänder.

Hans-Dieter Meißner, Produktmarketingmanager bei ABB (Mitte), erläutert Markus Hofmann, Leiter Betriebselektrik der bmk Steinbruchbetriebe (rechts), und dessen Stellvertreter Gerd Bader die neuen Funktionen der PSTX-Baureihe.

Betriebsinformationen im Blick

Im Betriebsalltag des Steinbruchs überzeugt die PSTX-Baureihe mit ihrer intuitiven, komfortablen Bedienung und den umfangreichen Funktionen. Die Softstarter vereinen den kompletten Motorschutz in einem einzigen Gerät und stellen auch bei Über- oder Unterspannung jederzeit eine zuverlässige Funktion sicher. Erreichen die Motoren die volle Drehzahl, reduziert der integrierte Bypass die Wärmeentwicklung und somit den Energieverbrauch. Auch die Vernetzbarkeit der ABB-Sanftanlasser ist gegeben: Dank der Feldbuskommunikation via Modbus-RTU und weiterer optionaler Protokolle lassen sie sich unkompliziert in die übergeordnete Anlagensteuerung integrieren.

Darüber hinaus liefern die ABB-Softstarter über eine übersichtliche Anzeige permanent Betriebsinformationen, etwa Temperaturangaben oder thermische Abbilder des Motorstroms. Dank der umfassenden Analysemöglichkeiten können Fehler frühzeitig erkannt und behoben werden, bevor es zu einer Betriebsstörung kommt. „Wir haben den Status der Motoren jederzeit im Blick und können daher bei Bedarf sehr schnell reagieren“, sagt Markus Hofmann.

Als ein Plus bei der Installation der Komponenten erwies sich die Software SoftstarterCare. „Damit konnten wir selbst die anlagenspezifischen Feinjustierungen in wenigen Minuten erledigen“, berichtet Gerd Bader, stellvertretender Leiter der Betriebselektrik der bmk Steinbruchbetriebe. Das Fazit der beiden Experten: „Die Softstarter bekommen von uns eine Eins plus“, urteilt Markus Hofmann und Gerd Bader ergänzt: „Auch der Support ist top. Wir werden von unseren Ansprechpartnern bei ABB bestens beraten und erhalten auf Fragen stets eine qualifizierte Auskunft.“

Angesichts der guten Zusammenarbeit ist ABB nun auch für das wenige Kilometer entfernte Werk Ilsfeld der bmk Steinbruchbetriebe als Partner gesetzt. Dort sollen Softstarter der PSTX-Baureihe in einem Folgeprojekt ebenfalls Motorschutz, Betriebssicherheit und Energiemanagement sicherstellen.

„Die PSTX-Softstarter von ABB bekommen von uns eine Eins plus.“