Fertigungsautomatisierung 2 | 19

Innovationen hautnah erleben

EAN-Azubis lernen aus erster Hand

Ein junger Mann sitzt an einem Tisch in der Ausbildungswerkstatt der Elektro-Anlagenbau GmbH Neustrelitz (EAN). Er ist Auszubildender bei der EAN, die unter anderem in den Bereichen Elektro-installationen sowie Schalt- und Steuerungsbau tätig ist und derzeit etwa 100 Mitarbeiter beschäftigt. Emsig schraubt und montiert er verschiedene Schutzgeräte auf eine Hutschiene. Manchmal blickt er auf und hält nach seinem Ausbilder Ausschau. Er will sich versichern, ob er alles richtig aufgebaut hat. Schon bald liegt das fertige Muster vor ihm. Die verschiedenen Schutzgeräte mit dem passenden Zubehör stammen aus einer speziell für Kundenbesuche und -schulungen vom Produktmarketingbereich Building Products von ABB konzipierten Demobox. Sie enthält Leitungsschutzschalter (Sicherungsautomaten), Fehlerstromschutzeinrichtungen, Fehlerlichtbogen-schutzeinrichtungen und Überspannungsschutz. Entstanden ist die Idee zu der Box vor dem Hintergrund der Änderung einer VDE-Norm (DIN VDE 0100-420), die seit Ende 2017 den Einsatz von Fehlerlichtbogenschutzeinrichtungen in einigen Bereichen vorschreibt. Produktmarketingmanager Florian Krackhecke von ABB: „Mithilfe der Box möchten wir über die jetzt notwendigen vier Schutzarten in modernen Stromverteilungen informieren.“

Damit auch die Ausbilder die Schutzgeräte und das passende Zubehör kennen und ihren Schülern helfen können, schult ABB auch sie im Umgang mit den Produktinnovationen.

Marion Loch, ABB-Vertriebsmitarbeiterin, hatte die Idee, die Box auch in der Ausbildung von Mechatronikern und Elektronikern einzusetzen. Einen ersten Versuch unternahm ABB im eigenen Ausbildungszentrum in Berlin. Ausbildern und Azubis wurden die Geräte und der Umgang mit ihnen detailliert erklärt. „Die Schutzgeräte mit dem ABB-Zubehör selbst zusammenzubauen, die eigene Fingerfertigkeit zu üben und zu erfahren, auf was es beim Zusammenbau ankommt – das kam bei allen Teilnehmern gut an“, sagt Reinhard Opitz, Mitarbeiter im Produktmarketing von ABB. Nach diesem Probelauf kam die Überlegung auf, auch Ausbildungsstätten von Kunden die Boxen anzubieten und dort zu schulen, etwa bei der EAN. Geschäftsführerin Dr. Nicole Landt stimmte dem Vorschlag von ABB sofort zu. „Die Ausbildung unserer aktuell 21 Azubis genießt bei uns einen hohen Stellenwert. Die Präsentation der ABB-Schutzgeräte ist eine tolle Möglichkeit, den Azubis den Lehrstoff einmal anders zu vermitteln. Die praktische Handhabung der Geräte ist eine willkommene Übung. So macht Elektrotechnik Spaß.“