Fertigungsautomatisierung 4 | 16

Für Großes wie geschaffen

ABB-Wechselrichter im britischen Solarpark Vine Farm

In einem der größten britischen Solarparks werden erstmals die neuen TRIO-50.0-String-Wechselrichter von ABB eingesetzt. BayWa r. e., das die Anlage errichtet hat, schätzt die Vorteile des TRIO-50.0 für große, dezentrale Photovolataik-Anlagen wie den Solarpark Vine Farm.

Der neue Solarpark Vine Farm ist ungefähr 1 km2 groß. Er verfügt über insgesamt 146.572 Photovoltaikmodule (PV-Module), die zu Strings zusammengefasst sind. Neben 435 TRIO-50.0-Einheiten kommen in dem Solarpark 341 TRIO-27.6- und 351 TRIO-20.0-Wechselrichter zum Einsatz, um Sonnenlicht in 46 MWp elektrische Energie für die Versorgung von 11.500 Haushalten umzuwandeln.

Das deutsche Unternehmen BayWa r.e. renewable energy GmbH, einer der größten Systemanbieter von PV-Anlagen in Europa, hat den Solarpark in South Cambridgeshire errichtet. Es ist für ABB und BayWa r.e. das größte dezentrale PV-Projekt. Bisher hat BayWa r.e. in Großbritannien Solar- und Windfarmen mit einer Gesamtleistung von 390 MWp gebaut.

Hochleistungs-String-Wechselrichter

Der TRIO-50.0 ist der String-Wechselrichter der neuesten Generation von ABB und erweitert das Angebot an dreiphasigen Modellen auf 50 kW. Die Entscheidung für den transformatorlosen Wechselrichter sowie den TRIO-27.6 und den TRIO-20.0 fiel wegen der Nennleistung und des einheitlichen Kommunikationsprotokolls. Dies sind wichtige Vorteile bei dezentralen Anlagen mit mehr als 100 kW, wie es bei dem Kraftwerk Vine Farm der Fall ist.

Seit mehreren Jahren nutzt ABB die Standorte von BayWa r.e. zum Testen ihrer Wechselrichter und um die Technologie an das anlagenspezifische Design des Kunden anzupassen. Der TRIO-50.0 verfügt über eine zweistufige Topologie mit einer vergleichsweise niedrigen Mindesteingangsspannung. Eine höhere Flexibilität und ein höherer Energieertrag sind das Ergebnis.

Ein Vorteil beim Einsatz des TRIO-50.0 in diesem großen Solarkraftwerk ist, dass er bei bedecktem Wetter den Energieertrag verbessern kann. Wenn sich eine Wolke über die Solarfarm schiebt, sind nicht alle Solarmodule gleichzeitig betroffen. Da jeder Wechselrichter für eine kleinere Anzahl von Solarmodulen zuständig ist, kann hierdurch bei bewölktem Himmel oder einem hügeligen Standort der Energieertrag verbessert werden.

Einfache Installation

Die einfache Installation, Inbetriebnahme und Wartung des TRIO-50.0 sind angesichts der Größe von Vine Farm ein erheblicher Vorteil. Installation und Inbetriebnahme werden aufgrund des geringen Gewichts der String-Wechselrichter vereinfacht.

In seiner Rede bei der Eröffnung von Vine Farm im Mai 2016 sagte Christof Thannbichler, Geschäftsführer der BayWa r.e. Solar Projects GmbH: „Mit dem TRIO-50.0 von ABB haben wir die richtige Lösung, die perfekt zu unserem Anlagendesign passt. Durch seine Konstruktion eignet sich dieser Wechselrichter gut für PV-Kraftwerke. Aufgrund seines Gewichts sowie seiner einfachen Handhabung und Montage vor Ort ist er hervorragend für unsere Anlagen geeignet. Für BayWa r.e. sind Einfachheit und Standardisierung bei unseren Projekten ein entscheidender Faktor.“

Christof Thannbichler fuhr fort: „Die Konstruktion der Anlagen um die String-Wechselrichter herum hat zwei Vorteile. Erstens ergibt sich eine einfache, effiziente Anlage, sodass die Baukosten gering sind. Und zweitens sind die laufenden Betriebs- und Wartungskosten bei dieser Konfiguration deutlich niedriger als bei einer eher zentralen Anordnung.“

Der TRIO-50.0 verfügt über drei Segmente: einen zentralen Teil, der aus der Leistungseinheit selbst besteht, und zwei seitliche, abnehmbare Anschlussboxen für den vorgeschalteten DC-Anschluss (Richtung Photovoltaikanlage) beziehungsweise den nachgeschalteten AC-Anschluss (Richtung Netz). Montage und Demontage werden durch die Unterteilung in drei separate Einheiten vereinfacht. Die Wartung ist einfacher und kostengünstiger, denn die Leistungseinheit kann für sich allein ausgetauscht werden, während die beiden Anschlussboxen verdrahtet bleiben.

„Die laufenden Betriebs- und Wartungskosten sind deutlich niedriger als bei einer eher zentralen Anordnung.“