Fertigungsautomatisierung 4 | 20

Atemschutzmasken in Rekordzeit

ABB-Roboter steigern die Produktionskapazität

Professionelle Atemschutzmasken zehnmal schneller zu fertigen – das schafft das schwedische Unternehmen Tiki Safety dank einer Roboterlösung von ABB. Mit der neuen Produktionsanlage erhöht der Hersteller aus Bro bei Stockholm zudem die Qualität seiner Produkte. Die Überdruckmaske Tiki gehört zu den fortschrittlichsten Atemschutzgeräten für den Einsatz in Krankenhäusern. Um die Produktions­kapazität an den weltweit stark steigenden Bedarf anzupassen, hat Tiki Safety die Fertigung modernisiert. Der ABB-Partner 3Button Group entwickelte gemeinsam mit ABB eine Roboterzelle, in der die Dichtgummistreifen geformt und um die Atemschutzgeräte gelegt werden. Der Sechsarm-Roboter IRB 2600 von ABB bestückt die Station mit Masken und entnimmt diese wieder.

Vor der Prozessoptimierung dauerte der Produktionsschritt sechs Minuten. Mit der neuen Lösung ist er in 40 Sekunden erledigt. Mikael Klockseth, CEO von Tiki Safety, geht davon aus, dass die Anlage den Schritt künftig sogar in weniger als 20 Sekunden schaffen wird: „Mit dem ABB-Roboter konnten wir die Durchlaufzeit um das Zehnfache verringern. So sind wir in der Lage, Krankenhäuser so schnell wie möglich zu beliefern“, betont er.

„Mit dem ABB-Roboter konnten wir die Durchlaufzeit um das Zehnfache verringern.“

Für die schnelle und reibungslose Inbetriebnahme der Lösung spielte RobotStudio, die Programmier- und Robotersimulationssoftware von ABB, eine wichtige Rolle. „In RobotStudio haben wir sofort gesehen, dass der Roboter in der Zelle ausreichend Zeit hatte, um noch zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Daher werden wir unsere Teststation in die gleiche Zelle integrieren, sodass der Roboter die Masken testet, während die Kunststoffteile hergestellt und geformt werden. Wir sparen enorm viel Zeit, wenn wir nicht manuell testen müssen“, berichtet Mikael Klockseth. Er hat bereits die nächsten Schritte im Blick: „Da sich die Technologie so gut bewährt hat, erwägen wir den Einsatz eines weiteren ABB-Roboters. Damit könnten wir unsere Produktion verdoppeln.“

Weitere Infos: robotervertrieb@de.abb.com