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Prozessauto­matisierung

Laser misst Füllstände exakt


LLT100 arbeitet auch in staubigen Umgebungen ohne Störechos

In industriellen Produktionsanlagen lassen sich die Standhöhen von Flüssigkeiten und Feststoffen mit dem Laser-Füllstand-Messumformer exakt ermitteln.

In vielen industriellen Anwendungen lassen sich Füllstände mit Laserstrahlen genauer ermitteln als mit anderen kontaktlosen Messverfahren. Der neue Laser-Füllstand-Messumformer LLT100 von ABB überzeugt mit hoher Flexibilität und niedrigen Betriebskosten.

Schwierige Bedingungen meistert der LLT100 spielend. Speziell für industrielle Anwendungen konzipiert, bestimmt der Laser-Füllstand-Messumformer die Standhöhen von Flüssigkeiten sowie von Feststoffen in Behältern und Produktionsanlagen jederzeit exakt. Denn Umgebungsstrukturen wie Rohre, Gitter, Rührwerke und Mischer beeinflussen das Messergebnis nicht. Dies liegt am geringen Öffnungswinkel des Lasers. Mit weniger als 0,3° gewährleistet er auch auf große Entfernungen einen eng begrenzten Fokus. Bei 10 m Abstand zwischen der Oberfläche des Mediums und dem Sensor beträgt er zum Beispiel weniger als 66 mm.

Ein solch schmaler Laserstrahl reagiert ausschließlich auf die Reflexion der Oberflächen von Flüssigkeiten und Feststoffe – ganz ohne Störsignale aus der Umgebung. Im Gegensatz zu anderen kontaktlosen Messverfahren, etwa mit Radar und Ultraschall, entfällt der Aufwand für das Ausblenden der Störechos. Anwender sparen auch das zeitintensive Nachjustieren und die Neukonfiguration des Geräts bei veränderten Umgebungsbedingungen oder Stoffeigenschaften. Auf diese Weise entstehen keine Ausfallzeiten, die insbesondere im industriellen Umfeld hohe Kosten verursachen können.

Umgebungsstrukturen beeinflussen das Messergebnis nicht. Aufwendiges Nachjustieren und das Ausblenden von Störechos gehören der Vergangenheit an.

Vielfältiges Einsatzspektrum

Seine Stärken spielt der LLT100 in vielen Anwendungen aus. Ein typisches Einsatzszenario ist die Füllstand-Messung in einem Silo mit Hackschnitzeln. Späne, die an der Gefäßwandung haften, können einen stetig wachsenden Aufbau erzeugen. Bei Messgeräten mit großem Abstrahlwinkel erfasst der Messstrahl nicht nur die Oberfläche, welche die Hauptmasse der Späne im Behälter bildet, sondern auch den Aufbau einzelner Hackschnitzel an der Wand. Um ein korrektes Messergebnis zu erhalten, müssen die so entstehenden Störsignale ausgeblendet werden; zudem ist ein regelmäßiges Nachjustieren des Füllstand-Messgeräts erforderlich, weil sich der Aufbau ändert, wenn sich Späne wieder von der Wand lösen. Dagegen arbeitet der LLT100 selbst in staubigen Umgebungen ohne Störechos. Auch Beläge von Flüssigkeiten und Schmutzwasser an Rohrwänden behindern die korrekte Messung nicht.

Einfache Inbetriebnahme

Darüber hinaus gestattet die Flexibilität des LLT100 eine zügige Inbetriebnahme. Zur Messung von Feststoffen kann er zum Beispiel in jeder beliebigen Ausrichtung installiert werden. Er erkennt selbst klare Flüssigkeiten, Medien mit geringer Dichte sowie Kunststoffe und Polymere problemlos. Auch die Standhöhe sehr geringer Flüssigkeitsmengen, die sich am Boden eines Behälters befinden, ermittelt er zuverlässig. So unterstützt der LLT100 Anwendungen in vielen Industriezweigen, vom Bergbau bis zur Zellstoffproduktion. Unternehmen können damit ihren Materialeinsatz genau steuern und ihre Betriebskosten senken.

Die Flexibilität des LLT100 gestattet eine zügige Inbetriebnahme.