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Fertigungsauto­matisierung

Gut Holz!


Flexibles Gebäudemanagement bei der Homag GmbH

Mehr Geräte auf gleichem Raum: Die Homag GmbH baut Smissline TP vorwiegend vertikal ein. Das ermöglicht eine Platzersparnis von bis zu 20 %.

Die Homag Group fertigt Maschinen für die holzbearbeitende Industrie und ist weltweit Marktführer. Im baden-württembergischen Schopfloch setzt die Tochterfirma Homag GmbH für flexibles Gebäudemanagement auf Smissline TP von ABB.

Bei der Homag GmbH baut man auf Holz: Rund 1.600 Mitarbeiter stellen im beschaulichen Schopfloch Kantenanleim-Maschinen und CNC-Maschinen (CNC = Computerized Numerical Control) für die Möbel- und Holzbauindustrie her – von der Planung über die Montage bis hin zur Auslieferung. Die gefertigten Anlagen, etwa Sägesysteme, Montagepressen und Schleifmaschinensysteme, kommen in Möbelfabriken zum Einsatz. ABB-Geräte tragen ihren Teil zur erfolgreichen Produktion bei.

Die Homag GmbH hat sich auf zwei Produkte spezialisiert: 60 % der Produktion machen die kleinen und großen Kantenanleim-Maschinen aus, mit deren Hilfe etwa Furnier- oder PVC-Kanten an Plattenmaterial geklebt werden. Die CNC-Bearbeitungszentren, die Dreh-, Fräs- und Bohrmaschinen vereinen und computergesteuert arbeiten, sind der andere Schwerpunkt. Sie ermöglichen das automatische und hochpräzise Herstellen von Werkstücken. „Zu unseren Kunden zählt der Schreinereibetrieb von nebenan mit drei Mitarbeitern, aber auch der internationale Möbelkonzern mit Tausenden Angestellten“, erklärt Eckhard Siegel, Manager Betriebstechnik bei der Homag GmbH. „Für die jeweiligen Ansprüche fertigen wir von der Standardausführung bis zur individualisierten Maschine alles. Flexibilität ist unsere Stärke.“ Wie aus einem großen Baukasten wählen die Kunden die benötigten Aggregate für ihre Maschinen; Homag fertigt dann die Komponenten und setzt sie modular zusammen.

Geringer Planungsaufwand

Auf Flexibilität setzt die Homag GmbH auch im Gebäudemanagement. Für die energetische Versorgung von Verwaltung, Fertigung und Montage kommt in Schopfloch Smissline TP (Touchproof) von ABB zum Einsatz. Das Stecksockelsystem mit integrierten Sammelschienen vereinfacht den Unterhalt von elektrischen Anlagen enorm. Im Gegensatz zu herkömmlichen Leitungsschutzschaltern, die auf Hutschiene horizontal montiert werden, kann Smissline TP auf Hutschiene oder Montageplatte auch vertikal montiert werden. Als weltweit erstes fingersicheres Stecksockelsystem erlaubt Smissline TP das lastfreie Ent- und Aufstecken von Komponenten unter Spannung ohne zusätzliche Schutzausrüstung. Das System lässt sich einfach und flexibel um Schaltgeräte erweitern, wenn bei einer Neuinstallation ausreichend viele Reserveplätze eingeplant wurden. „Durch einfaches Verschieben der Stecktulpe am Leitungsschutzschalter kann die Kontaktierung der Außenleiter leicht geändert werden. So lassen sich unsymmetrische Belastungen vermeiden“, sagt Daniel Kubin, Produkt Marketing Manager Low Voltage bei ABB.

Dank der Stecktechnik entfallen Eingangs- und Querverdrahtung. Bis zu 20 % Platz- und 45 % Zeitersparnis sind beim vertikalen Einbau möglich. „Für uns ist Smissline TP die beste Lösung. Wir können neue Verteiler ohne vollständige Elektroplanung aufbauen und müssen bestehende Verteiler bei einem Umbau nicht abschalten“, erklärt Eckhard Siegel. „Smissline TP schafft die Infrastruktur, die für eine reibungslose Produktion notwendig ist.“

In den Verteilerschränken bei Homag finden neben Smissline TP auch KNX-Komponenten von ABB Platz: Spannungsversorger und Schaltaktoren garantieren die richtige Beleuchtung der Gebäude; Linienkoppler sorgen für einen reibungslosen Datenfluss zwischen Haupt- und Bereichslinie. Antriebe von Jalousien und Hubfenstern werden durch den Einsatz von Jalousieaktoren bequem gesteuert.

Kompatibel mit altem System

Seit der Einführung 1988 verbessert ABB Smissline fortlaufend; seit 2011 ist das System 100%ig fingersicher und trägt den Namenszusatz TP. Alle neuen Geräte sind abwärtskompatibel und können ohne Probleme auf das alte System aufgesteckt werden. Die Homag GmbH setzt seit 1999 auf Smissline TP und profitiert von der Flexibilität und der hohen Verfügbarkeit des Systems. „Unsere Fabrik lebt. Wir müssen unsere Produktion immer wieder umstrukturieren, etwa, wenn zusätzlicher Platz benötigt wird oder bestehender Platz anders verteilt werden muss. Die energetische Versorgung können wir mit Smissline TP in jedem Fall schnell und einfach sicherstellen“, sagt Eckhard Siegel.